Asmarom und die Superhelden

Normalerweise schreibe ich meine eigenen Texte zu einem Buch. Dieses Mal mache ich eine Ausnahme und verwende den Text des Verlages.

Ben, ein Mathe-Freak und Comic-Fan, träumt von Superkräften und Heldentaten. Doch seine Fettleibigkeit und sein asoziales Umfeld halten ihn in der tristen Realität. Als er im Krankenhaus behandelt wird, lernt er eine neue Welt kennen. Eine Welt, in der niemand der Norm entspricht, aber in der auch nichts echt ist, weder Leben, Licht noch Luft. Ben teilt das Patientenzimmer mit dem durch Brandwunden entstellten Tobias und dem Flüchtlingsjungen Asmarom aus Eritrea. Für Aufregung sorgt eine neuartige Gentherapie, die an der schwerkranken Elena angewendet wird und sie zum Forschungsobjekt macht. Die Jugendlichen werden vermessen und auf Norm getrimmt. Als bei Asmarom mysteriöse Symptome auftauchen, wollen die anderen drei helfen. Aus einem Versteck heraus beobachtet Asmaroms Schwester Noemi die Station. Und hat eine verwegene Idee. Überraschende Unterstützung bekommen die fünf Jugendlichen von einer polnischen Putzfrau und einem afrikanischen Arzt.

Denn damit ist schon eine ganze Menge gesagt, ohne zu viel zu verraten.

Ben, Elena, Tobias, Asmarom und Noemi sind total unterschiedlich – was ja “normal” ist, nicht einmal Mehrlinge sind identisch. Aber diese fünf verbindet ein Schicksal im Krankenhaus. Sie tun sich zusammen und versuchen die schwere Zeit zu überstehen. Das ist nicht einfach, aber sie schaffen es schließlich, mit der Situation umzugehen.

Dennoch empfand ich “Asmarom und die Superhelden” als “kleine Mogelpackung”, denn Titel (“Superhelden”), Cover und Untertitel (“eine Actionstory über fünf ungleiche Freunde”) weckten in mir eine völlig andere Erwartungshaltung, was den Inhalt des Buches anbelangt.

Aber ich bin flexibel und ließ mich darauf ein. Heraus kam eine ungewöhnliche Krankenhausgeschichte mit Ansätzen eines Roadmovies, die nicht unbedingt mit einem Happy End zu Ende geht. Obwohl man das so oder anders sehen könnte. Ausschlaggebend ist dabei der Blickwinkel, den man einnimmt oder einzunehmen bereit ist.

Es ist als Jugendbuch konzipiert, dennoch würde ich es persönlich erst ab mind. 14-15 Jahre empfehlen. Leser und Leserinnen sollten bereit sein, sich mit Protagonisten auseinanderzusetzen, die nicht den üblichen “Idealen” entsprechen und mit einer Geschichte, die durchaus Stoff für philosophische Betrachtungen und Gespräche beinhaltet. Etwas weniger an schwierigen Themen hätte dem Buch nicht geschadet.

Lesenswertes Jugendbuch für junge Menschen, die tiefer blicken.

Bis bald!

Andreas

Asmarom und die Superhelden
Ospelkaus, Susanne
Roman
fontis
September 2018
Kartonbroschur
237

Ben, ein Mathe-Freak und Comic-Fan, träumt von Superkräften und Heldentaten. Doch seine Fettleibigkeit und sein asoziales Umfeld halten ihn in der tristen Realität. Als er im Krankenhaus behandelt wird, lernt er eine neue Welt kennen. Eine Welt, in der niemand der Norm entspricht, aber in der auch nichts echt ist, weder Leben, Licht noch Luft. Ben teilt das Patientenzimmer mit dem durch Brandwunden entstellten Tobias und dem Flüchtlingsjungen Asmarom aus Eritrea. Für Aufregung sorgt eine neuartige Gentherapie, die an der schwerkranken Elena angewendet wird und sie zum Forschungsobjekt macht. Die Jugendlichen werden vermessen und auf Norm getrimmt. Als bei Asmarom mysteriöse Symptome auftauchen, wollen die anderen drei helfen. Aus einem Versteck heraus beobachtet Asmaroms Schwester Noemi die Station. Und hat eine verwegene Idee. Überraschende Unterstützung bekommen die fünf Jugendlichen von einer polnischen Putzfrau und einem afrikanischen Arzt.

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